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Es geht viel mehr, als du denkst!

Drei Tipps, die uns helfen Veränderungen zu wagen

Lange Zeit hieß es, dass die Persönlichkeitsentwicklung mit etwa Ende Zwanzig abgeschlossen sei. Aktuelle Studien zeigen, dass unsere Persönlichkeit sich immer weiter entwickeln kann. Wenn wir nicht glücklich mit dem Status Quo sind, müssen wir uns nicht durch alte Verhaltensmuster und negative Glaubenssätze ausbremsen lassen. Wir können auch noch mit 60+ Neuland entdecken!

Drei Tipps für mehr Offenheit 

1. Was hilft dabei, offener zu werden und Neues in Angriff zu nehmen?

Der erste Schritt ist, das bisherige Verhalten und die alten Muster zu reflektieren und zu hinterfragen. Es ist nicht leicht, tiefe Muster aufzubrechen. Aber es kann gelingen, wenn man für sich selbst feststellt, dass bestimmte Glaubenssätze, die wir von unseren Eltern übernommen haben, gar nicht zu unserem aktuellen Ich und unseren Wertvorstellungen passen. Wir sollten im Alltag immer wieder innehalten und überlegen: Habe ich mich jetzt wieder so verhalten, wie ich es gewohnt bin und gar nicht möchte? Greift wieder das alte Schemata, das ich eigentlich hinter mir lassen wollte?

Um im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, muss man kein besonders wagemutiger Charakter sein. Mit einem gewissen Alter haben wir schon einige Aufgaben gemeistert und Krisen bewältigt. Wenn wir uns das vergegenwärtigen, stärkt das unsere emotionale Stabilität und unser Selbstvertrauen. Und damit das Bewusstsein, dass wir uns etwas Neues zutrauen können!

2. Kann man sich bewusst vornehmen, bestimmte Wesenszüge zu verändern und zum Beispiel mutiger oder lockerer zu werden?

Die Persönlichkeitsforschung zeigt, dass das bis ins hohe Alter gelingen kann, wenn man es möchte. Was dabei zum Beispiel hilft, ist mit neuen Erfahrungen regelrecht zu konfrontieren. Wenn wir uns ein neues Hobby suchen, in fremde Länder reisen, neue Menschen treffen, vergrößern wir dadurch unsere Offenheit. Wer sehr ängstlich ist, kann sich winzige Mutproben ausdenken und statt einer Auslandreise mal allein einen anderen Stadtteil, ein anderes Café gehen oder eine andere Stadt erkunden. Wer sehr perfektionistisch ist, kann auch mal ganz bewusst darauf verzichten, etwas sofort zu erledigen und sich stattdessen ein bisschen Muße gönnen. Solche Maßnahmen sind die ersten Schritte zur Veränderung.

3. Wie kann aus neuen  Erfahrungen wirklich eine andere Haltung werden?

Disziplin und Struktur sind da hilfreich: Wir müssen die neuen Tätigkeiten, Verhaltensmuster und Denkweisen einüben, ja, sogar richtig trainieren und etablieren. Wenn uns diese Herausforderung gelungen ist – zum Beispiel, wenn ich mir tatsächlich ganz bewusst mehr Ruhe gönne oder wenn ich ein neues Hobby oder mehr Sport in meinen Alltag integriert habe – dann pusht das unser Selbstbewusstsein und unsere Selbstwirksamkeit. Wir wissen dann, dass wir unsere Ziele auch erreichen können. Diese positive Einstellung vergrößert unsere Offenheit gegenüber weiteren neuen Erfahrungen.